C·News # 1·26
- davidsuhr
- 27. März
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 10 Stunden

Liebe Leser:innen
Wir feiern dieses Jahr unser fünfjähriges Jubiläum! Con·Sense wurde Anfangs 2021 gegründet und wir nehmen das zum Anlass, um zurückzuschauen und gleichzeitig nach vorne zu blicken. Was sich durch diese Zeit zieht, ist die stetige Veränderung im Sektor und die Frage, wie Organisationen auf neue Herausforderungen reagieren und gesellschaftliche Wirkung erzielen können.
Zum Jubiläum greifen wir in diesem Jahr immer wieder die Zahl fünf 5️⃣ auf. In dieser Ausgabe starten wir mit fünf Entwicklungen in der Philanthropie, die uns in den kommenden Jahren besonders beschäftigen werden. In den nächsten Newslettern werden weitere Fünfer-Perspektiven folgen.
Auch bei uns gibt es eine wichtige Entwicklung: Lukas Hupfer ist neu als Partner an Con·Sense beteiligt und prägt die Weiterentwicklung des Unternehmens künftig noch stärker mit. Wir freuen uns sehr über diesen Schritt und die weitere gemeinsame Zukunft.
Gleichzeitig bleiben wir wie gewohnt nah an der Praxis. Wir zeigen, beispielsweise in unserem neusten Blogbeitrag, welche Überlegungen und Vorteile partizipative Strategieprozesse mit sich bringen, blicken auf den letzten Durchgang der Werkstatt Wirkung zurück und geben einen Ausblick auf die kommenden Monate.
Wir wünschen euch eine inspirierende Lektüre und freuen uns, wenn einzelne Impulse zum Weiterdenken oder Weiterdiskutieren anregen.
Herzliche Grüsse
Das Con·Sense-Team
Neuer Blogpost: Strategie geht alle an

Eine neue Strategie, die nur von oben verordnet wird, stösst selten auf Begeisterung. Doch was, wenn das ganze Team an ihrer Entwicklung mitwirkt? In unserem neusten Blogpost zeigen wir, wie ein partizipativer Strategieprozess nicht nur zu einer besseren Strategie führt, sondern auch den Teamzusammenhalt stärkt, die interne Kommunikation fördert und die Mitarbeiterbindung erhöht. Anhand unserer Begleitung der Medicor Foundation teilen wir konkrete Erfahrungen, inklusive der ehrlichen Einschätzung von CEO Dr. Cheikh Mbacke Gueye. Ausserdem erfährst du: Welche Fragen du zu Beginn eines Strategieprozesses klären solltest – und wann eine externe Prozessbegleitung wirklich Sinn macht.
Die Werkstatt Wirkung: Ein Rück- und Ausblick

Was ist die Werkstatt Wirkung?
Die Werkstatt Wirkung ist ein praxisorientiertes Trainingsprogramm für Non-Profit-Organisationen, Stiftungen sowie öffentliche Ämter. Sie unterstützt dabei, Wirkung in Strategie und Organisationsalltag zu verankern. In den drei Praxistrainings «Wirkung Planen», «Wirkung Messen» und «Wirkung Nutzen» lernen die Teilnehmenden, ihre Projekte zu analysieren, Ziele zu definieren und Wirkung gezielt zu nutzen und zu kommunizieren.
Rückblick auf den 3. Durchgang der Werkstatt Wirkung
Im dritten Durchgang der Werkstatt Wirkung haben insgesamt 28 engagierte Non-Profit-Organisationen und Stiftungen aus den Bereichen Umweltschutz, Kultur, Bildung, Sozialarbeit, Gesundheitsförderung und politische Bildung an der Weiterbildung teilgenommen. Dank grosszügiger Stipendien der Stiftung Mercator Schweiz und der Stiftung Kunst, Kultur und Geschichte war es vielen Organisationen möglich, von dieser wertvollen Fortbildung zu profitieren.
Wirkung Planen: Die Basis für nachhaltige Wirkung
Der Fokus auf die Problemanalyse und die Erstellung eines Wirkungsmodells zeigte den Teilnehmenden, dass es eine anspruchsvolle, aber enorm wertvolle Aufgabe ist, die eigene Arbeit konkret zu definieren und die Zielgruppe sowie die erwarteten Veränderungen präzise festzulegen.
Wirkung Messen: Die Kunst der Datenerhebung
Das Erlernen der Definition von Indikatoren und dem Erstellen eines Datenerhebungsplans brachte wichtige Einsichten zu den Prioritäten im Wirkungsmonitoring und der Evaluierung. Besonders das Verständnis, dass weniger oft mehr ist und die Kombination aus quantitativen und qualitativen Daten zu einem besseren Gesamtbild führt, war ein wichtiger Baustein der Ausbildung.
Wirkung Nutzen: Kommunikation und internes Lernen
Das Nutzen von Wirkungsinformationen für internes Lernen und die externe Kommunikation stellte die Teilnehmenden vor neue Herausforderungen, aber auch Chancen, ihre Arbeit gezielt zu kommunizieren und so mehr Anerkennung zu erreichen.
Ausblick auf den 4. Durchgang der Werkstatt Wirkung
Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass der 4. Durchgang der Werkstatt Wirkung im Frühjahr 2027 stattfinden wird. Merkt euch die Termine vor oder teilt sie mit jemandem, der unbedingt teilnehmen sollte:
Wirkung Planen: Start Online-Sessions ab 4. Januar 2027 | Praxistag: 3. Februar 2027
Wirkung Messen: Start Online-Sessions ab 8. Februar 2027 | Praxistag: 17. März 2027
Wirkung Nutzen: Start Online-Sessions ab 22. März 2027 | Praxistag: 28. April 2027
Lukas Hupfer wird Gesellschafter bei Con·Sense
Vor zweieinhalb Jahren stiess Lukas Hupfer als Senior Consultant zu Con·Sense, heute freuen wir uns, ihn als neuen Gesellschafter willkommen zu heissen.
Lukas kennt die Welt der Nonprofit-Organisationen und Stiftungen von innen: Als ehemaliger Geschäftsführer von foraus – Forum Aussenpolitik und des Polit-Forum Bern hat er den philanthropischen Sektor aktiv mitgeprägt. Bei Con·Sense hat er seither über 40 Organisationen in Strategie- und Organisationsentwicklung begleitet und die Aufbauphase des Unternehmens massgeblich mitgestaltet.

Nun ergänzt er den Gesellschafterkreis mit Regula Wolf, Sophie Hersberger-Langloh und Georg von Schnurbein und bringt sein Fachwissen, sein breites Netzwerk und seine Leidenschaft für den dritten Sektor in seine neue Rolle als Partner ein.
Lieber Lukas: Wir freuen uns auf alles, was wir gemeinsam noch bewegen werden. Herzlichen Glückwunsch! 🎉
5️⃣ Trends in der Philanthropie, die uns in den nächsten 5 Jahren beschäftigen werden
1. Wirkung statt guter Absichten
Der Anspruch an messbare Wirkung wächst bei Fördergebenden und -nehmenden gleichermassen. Die Frage „Was bewirkt unsere Förderung/Arbeit wirklich?" wird zum Ausgangspunkt strategischer Entscheidungen. Impact Reporting ist keine Kür mehr, sondern wird zur Pflicht.
2. KI verändert die Arbeit im Sektor
KI ist im Alltag von NPOs und Stiftungen angekommen - als Werkzeug für Effizienz, aber auch als Quelle neuer Fragen rund um Datenschutz, Bias und Verantwortung. Organisationen, die heute durchdachte KI-Richtlinien entwickeln, sind besser gerüstet, diese Instrumente verantwortungsvoll einzusetzen und unbeabsichtigte Schäden zu vermeiden.
3. Wo der Staat sich zurückzieht, ist die Philanthropie gefordert
In vielen Ländern werden öffentliche Mittel für internationale Zusammenarbeit, soziale Aufgaben, Bildung, Kultur, Gesundheit knapper. Philanthropische Akteure werden zunehmend aufgefordert, dort einzuspringen, wo staatliche Strukturen schwächer werden und kämpfen gleichzeitig mit der fehlenden staatlichen Finanzierung ihrer Arbeit.
4. Neue Generation, neue Massstäbe im Board
Jüngere Gebende und Frauen als Förderinnen rücken stärker in den Vordergrund, oftmals mit einem ausgeprägten Fokus auf wertegeleitete Entscheidungen und Impact Investing. Das verändert nicht nur, wer gibt, sondern auch, wie und warum gegeben wird. Für Stiftungen bedeutet das: Nachfolgefragen sind auch Kulturfragen.
5. Partizipative Philanthropie: Betroffene gestalten mit
Förderentscheidungen werden zunehmend gemeinsam mit denjenigen getroffen, die die Förderung betrifft. Philanthropie funktioniert immer weniger als Abfolge einzelner Transaktionen und immer mehr als vernetztes Ökosystem, das auf Dialog basiert. Statt „Wir wissen, was gut für euch ist" kommt die Frage: „Was braucht ihr wirklich?" Ein Kulturwandel, der Zeit und Vertrauen braucht.
Zum Schluss ein Blick nach vorne. In den kommenden Monaten sind wir an verschiedenen Veranstaltungen unterwegs und freuen uns auf den Austausch vor Ort zu Themen rund um Wirkung, Förderpraxis und die Weiterentwicklung des Sektors.
Wenn euch eines der Themen aus diesem Newsletter besonders beschäftigt oder ihr euch dazu austauschen möchtet, meldet euch gerne bei uns. Wir freuen uns über neue Perspektiven, spannende Gespräche und gemeinsame Lernprozesse.
Bis bald, online oder persönlich.
Herzliche GrüsseDas Con·Sense-Team
Wo ihr uns in nächster Zeit sehen werdet:

24.03.2026
What Changes When We Share Decisions: Culture and Power in Grantmaking
SwissFoundations lädt Mitglieder zu einer Veranstaltung über kulturelle Aspekte und Machtverhältnisse in der Förderpraxis ein. Julia Oestreich wird das Webinar moderieren und durch den Austausch führen.

07.05.2026
Swiss Social Economy Forum (SSEF)
Beim diesjährigen Swiss Social Economy Forum (SSEF) steht Social Innovation im Mittelpunkt. Besonders freuen wir uns, dass Steffen Bethmann aus unserem Team als Speaker dabei ist.

28.05.2026
Forum des Fondations
Das Forum des Fondations 2026 richtet den Blick auf aktuelle Entwicklungen im Stiftungssektor wie z.B. neue Formen der Zusammenarbeit mit öffentlichen Akteuren, Veränderungen in der Governance und andere relevante Trends für die Praxis von Stiftungen.




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